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Platons Gastmahl

10. Dezember 2010

liegt seit einigen Tagen zur Lektüre stets griffbereit: Ich habe mir vor Jahren, als mich schon einmal die Lesewut übermannte, zwei Übersetzungen zugelegt und kürzlich wiedergefunden: die von Rudolf Kassner und die von Kurt Hildebrandt. Ersterer übersetzte das Werk zwar sehr flüssig, aber ziemlich ungenau, sodaß man leider nicht so gut in die Tiefe der philosophischen Feinheiten eintauchen kann, wie es der Meister eigentlich verdient hätte; also ist Kurt Hildebrandt meine erste Wahl. In Situationen, in denen eine zweite Meinung sinnvoll erscheint, schlage ich im anderen Buch allerdings nach. Sehr interessant, manchmal…

Mein ganzes ich ist erschüttert… Apollo von Belvedere, warum zeigst du dich uns in deiner Nacktheit, daß wir uns der unsrigen schämen müssen.

(Goethe an Herder)

Der erste 800-Seiten-Schinken geht seiner Vollendung entgegen.

6. Dezember 2010

Hochverehrtes Publikum!

Ich darf an dieser Stelle verkünden, daß heute, am Nikolaustage, dem Ende des „Grünen Heinrichs“ von Gottfried Keller entgegengesehen werden kann.

Eine wieder einmal recht ansprechende Lektüre, geeignet für dunkle Winterabende, Staus, Mittagspausen und Tage ohne anderweitige künstlerische Höhepunkte.

Frage des Jahrhunderts:

29. November 2010

Was haben die Hohlwelttheorie und der Klimawandel gemeinsam?

Richtig. Es handelt sich um unbewiesenen Schwachsinn!

Maria Hellwig ist tot.

27. November 2010

http://www.myvideo.de/movie/7258903
Maria & Margot Hellwig – Ein Weihnachtstraum (Ich … – MyVideo

Die großartige Künstlerin verstarb gestern im Alter von neunzig Jahren.

Als ich eben nach einer musikalischen Widmung suchte, bin ich auf obiges Video aus dem jahr 2000 gestoßen. Zapperlott! Wer von beiden Damen war denn damals achtzig Jahre alt?! Die andere ist doch die Hellwigmargot, die Tochter! Ich bin verwirrt!

Aber lassen wir uns – im Gegensatz zu der heute im Deutschlandfunk zu Gehör gebrachten Jodeleinlage aus den Sechzgern des vergangenen Jahrhunderts – hiermit die Adventszeit einläuten. Schnee gibts ja auch schon!

Weiter mit Musik… Moment! Das soll hier ausdrücklich Freddy Brock übernehmen. Er kann zwar weder Klavier spielen, noch ein halbwegs passables playback abliefern, dafür aber super Dracula-Grimmassen schneiden. Und das passende Abschiedslied hat er auch im Repertoire. Mal sehen, wie lange Kurt Beck, die Dampfbacke, es noch in der ZDF-Mediathek beläßt, aus der die sehenswerten Kulturgüter ja seit diesem Jahr nach gewisser Zeit gelöscht werden müssen.

(Bitte beide Links klicken!)

das ist der Tobi auf arabisch:

27. November 2010

Bilderrätsel (1)

25. November 2010

(Als Preis gibt es einen selbstgebackenen Weihnachtskeks!)

Blick aus dem Fenster.

20. November 2010

Schön, wenn kein Laub den Blick versperrt. (aufgenommen heute)

Gedanken zum Tage

20. November 2010

„Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael
Nun glaubt uns kein Mensch wie schön’s hier wa-ha-ha-ha-har.
Du hast den Farbfilm vergessen, bei meiner Seel
Alles blau und gelb und grün und später nicht mehr wahr!“

(Nina Hagen und die Gruppe „Automobil“, AMIGA, 1974.)

http://www.myvideo.de/movie/5868806
Nina Hagen – Du hast den Farbfilm vergessen – MyVideo

Man kaufte einen Film. Auf dem Film war Platz für 12, 24 oder 36 Fotos. Dann hat man 12, 24 oder 36 Fotos gemacht. Man konnte sie nicht gleich auf einem Monitor an der Kamera anschauen.

Man konnte seine Bilder nicht löschen und hatte die gelöschte Anzahl Bilder dann nicht wieder zur Verfügung.

Entwickelte man seine Filme nicht selbst oder hatte man ein professionelles Labor zur Verfügung mußte man den Film zum Entwickeln und Abzüge machen wegschicken. Da es kein Internet gab, mußte man dafür in die Stadt gehen. Da gab es für sowas sogenannte Fotoläden.

Das Entwickeln und Abzüge machen dauerte bei Schwarzweißfilmen eine Woche, bei Farbfilmen zwei Wochen.

Das Warten auf die Urlaubsfotos zum Beispiel war ein Ritual. Die Enttäuschung über verwackelte Bilder oder Bilder, wo den Fotografierten die Augenlider auf Halbmast hingen war so riesengroß wie die Wut über Bilder, die verloren waren, wenn jemand bei eingelegtem Film aus Versehen die Kamera geöffnet hatte und Licht auf die Emulsion gefallen war.

Man überlegte sehr gut, wann man abdrückt. Man koordinierte sich: „Hast du dies schon fotografiert, hast du jenes schon fotografiert? Gut, dann fotografiere ich noch dieses und das…“

Ich stelle mir das Gelächter vor, hätte ich vor 25 Jahren jemandem erzählt, daß ich wo ich gehe und stehe ein Telefon mit mir herumtrage, in dem ich das Äquivalent von 28 Kleinbildfilmen zur ständigen Verfügung habe. Daß ich die Bilder sofort sehen und an alle meine Freunde überall in der Welt schicken kann. „Genau“, hätte der mich ausgelacht, „und wahrscheinlich hast Du auch einen Walkman mit einer Musikkassette, auf der deine ganze Schallplattensammlung drauf ist.“ Und ich wäre den Beweis schuldig geblieben.

Stuttgart 21 wird noch getoppt!

20. November 2010

Großartig!

streetview (Nachtrag)

19. November 2010

Dit hat also geklappt (außer das mit der Bildqualität; ich mache bei Gelegenheit einen screenshot):


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Seit gestern ist Googles streetview online. Und allein in meiner Straße sind fünf Häuser unkenntlich gemacht… Einerseits werden sich etliche Leute darüber aufregen, daß man nicht alles sehen kann; andererseits kann man ja zum Teil ja bis hinter die Fenster schauen.

Also bin ich nach wie vor für das Recht den Unkenntlichmachens.

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